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KOSTAL Aktivierungscode zur Freischaltung des Multi Device Control (MDC)
Was ist Multi Device Control?
Multi Device Control (MDC) ermöglicht die erstmalige zentrale Überwachung und Steuerung von bis zu drei PLENTICORE G3 Wechselrichtern mit Batteriespeichern in einer Anlage. Dabei steuert ein PLENTICORE G3 als sogenannter MDC-Host zentral bis zu zwei weitere kompatible Wechselrichter (MDC-Clients). Die Lade- und Entladeleistung Ihrer Anlage kann dadurch erhöht werden. Der MDC Host koordiniert dabei das Einspeisemanagement und den Eigenverbrauch und sorgt dadurch für maximale Anlageneffizienz bei einfacher Konfiguration. Mit der neuen Multi Device Control (MDC) für den PLENTICORE G3 lassen sich komplexe PV-Projekte mit herausfordernden Dachflächen oder hohem Speicherbedarf so einfach und effizient um wie nie zuvor umsetzen.
Wo MDC den Unterschied macht
Das „Drei-Dächer-Szenario“: Mit drei PLENTICORE Wechselrichtern inkl. Batterien im MDCVerbund lassen sich bis zu 6 PV-Eingänge realisieren. Damit können alle Himmelsrichtungen für die Erzeugung von Solarenergie genutzt werden. Anstatt komplizierter Verschaltungen nutzen Sie drei PLENTICORE G3 im MDC-Verbund. Ein Host steuert das Gesamtsystem, während die Clients effizient die Energie der verschiedenen Dachflächen einspeisen.
Maximale Autarkie für energieintensive Projekte: Für Kunden mit leistungsstarken Verbrauchern, hohem Nachtverbrauch oder Wärmepumpen reicht ein Speicher oft nicht aus. Mit MDC und der entsprechenden Erweiterung kombinieren Sie drei Wechselrichter mit jeweils einer Batterie zu einem XL-Speichersystem. Der Host stellt gleichzeitig sicher, dass alle Batterien synchron arbeiten.
Sektorenkopplung mit dynamischen Tarifen: Mit MDC machen Sie die Anlage fit für die Energiewelt von morgen zu machen. Durch die zentrale Steuerung des Hosts können dynamische Stromtarife optimal genutzt werden, um die Batterien im Verbund kosteneffizient zu laden.
Produkt-Highlights des KOSTAL Multi Device Control (MDC):
- Zentrale Intelligenz: Ein PLENTICORE G3 steuert und überwacht als MDC-Host alle kompatiblen Geräte im Hausnetz.
- Effiziente Inbetriebnahme: Geräte werden einfach und direkt über den Gerätemanager im Webserver des MDC-Hosts eingebunden.
- Flexibles Batteriemanagement: Standardmäßig wird eine Batterie gesteuert, mit einer Erweiterung lassen sich bis zu drei Batterien im Verbund verwalten.
- Weitere MDC-kompatible Geräte: Im Systemverbund können bis zu fünf Geräte wie Wechselrichter, Energiezähler oder Shelly-Produkte angeschlossen werden.
- Optimale Speicherstrategie: Das System gleicht Lade- und Entladeleistungen intelligent an, um den Ladezustand aller Speicher gleichmäßig zu halten.
- Zukunftssicher & Konform: Der MDC-Host leitet Steuerungssignale zur Abregelung an alle Clients weiter und unterstützt dynamische Stromtarife.
- Alles im Blick: Das Leistungsflussdiagramm der gesamten Anlage lässt sich übersichtlich am Display oder im Webserver des MDC-Hosts anzeigen.
Wie kann der Aktivierungscode im KOSTAL Produkt eingeben werden?
Zur Nutzung der KOSTAL Aktivierungscodes wird ein Benutzerkonto im KOSTAL Solar Terminal vorausgesetzt. Produkterweiterungen mittels Aktivierungscode ändern Geräteparameter, die Einfluss auf die Ausführung der Installation haben. Daher ist das Einlösen für Produkterweiterungen nur Installateuren gestattet.
Per KOSTAL Solar App im PRO Modus:
Geben Sie den Aktivierungscode während der Erst-Inbetriebnahme im Setup Wizzard ein.
Per Geräte-Display:
Geben Sie den Aktivierungscode manuell im Geräte-Display unter „Zusatzoptionen“ ein.
Per Webserver:
Geben Sie den Aktivierungscode manuell im Webserver unter „Einstellungen > Zusatzoptionen > Optionen“ ein.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Datenblatt.
FAQ zur Batteriesteuerung mit Multi Device Control
Welche Geräte sind konkret als MDC-Host freigegeben?
Als MDC-Host sind ausschließlich Wechselrichter der PLENTICORE G3-Serie freigegeben, wozu die Modelle PLENTICORE G3, PLENTICORE MP G3 sowie PLENTICORE BI G3 gehören. Voraussetzung für den Betrieb ist mindestens die Software-Version 3.06.10 sowie eine zwingende Konfiguration als MDC-Host bereits bei der Ersteinrichtung. Zudem muss ein freigegebener Energiezähler (KEM oder KSEM) über die RS485-Schnittstelle angeschlossen sein. Falls im System eine Batterie vorhanden ist, muss diese zwingend am MDC-Host angeschlossen werden, sofern sie die größte nutzbare Kapazität aufweist.Frühere Gerätegenerationen (wie PLENTICORE plus / G2, PLENTICORE BI / G2 oder die PIKO-Serie) sind weder als MDC-Host noch als Client freigegeben.
Welche Geräte sind konkret als MDC-Client freigegeben?
Als MDC-Client sind derzeit die Modelle PLENTICORE G3, PLENTICORE MP G3, PLENTICORE BI G3, PIKO CI, Shelly-Produkte der Generation 2 und 3, der KOSTAL Smart Energy Meter (KSEM) sowie die TQ-Energiezähler (MU103 / SU100 / EM4xx) freigegeben. Diese können sowohl mit als auch ohne Batterie eingebunden werden. Damit die Steuerung funktioniert, ist auf allen beteiligten Geräten (Host und Clients) mindestens die Software-Version 3.06.10 erforderlich. Ein MDC-Verbund besteht aus maximal einem Host und mehreren Clients. Die Einrichtung als Client erfolgt entweder während der Erstinbetriebnahme oder nachträglich über das Menü „Betriebsart wechseln“. Frühere Modelle wie PLENTICORE plus / G2, PLENTICORE BI / G2 oder die PIKO-Serie sind nicht für MDC freigegeben und lassen sich nur über die herkömmliche KSEM-Steuerung verwalten. Eine parallele Steuerung über MDC und KSEM ist nicht zulässig.
Was sind die Vorteile von MDC gegenüber der KSEM-Steuerung?
Die Nutzung von Multi Device Control (MDC) bietet gegenüber der herkömmlichen KSEM-Steuerung deutliche Vorteile bei Speichersystemen und regulatorischen Anforderungen. Der zentralste Vorteil ist die Steuerung von bis zu drei Geräten mit angeschlossener Batterie (sofern die Produkterweiterung auf dem Host aktiv ist), wohingegen über das KSEM nur ein einzelnes Batteriegerät unterstützt wird. Zudem ermöglicht MDC die Nutzung dynamischer Stromtarife und erfüllt moderne Anforderungen an die Netzsteuerung (§ 14a EnWG / § 9 EEG) über eine FNN-Steuerbox, indem der Host Signale empfängt und zur korrekten Abregelung an alle Clients verteilt.
Auch im laufenden Betrieb und bei der Einrichtung bietet das System Vorteile: Die Einbindung der Client-Wechselrichter erfolgt vereinfacht über den Gerätemanager im Webserver des MDC-Hosts, ohne dass wie bisher jeder Wechselrichter manuell im KSEM eingetragen werden muss. Für mehr Übersicht sorgt eine zentrale Visualisierung des gesamten Leistungsflusses direkt auf dem Display und Webserver des Hosts. Schließlich sorgt MDC für ein intelligentes Lademanagement: Der Host nutzt die Energie sämtlicher PV-Wechselrichter im Hausnetz zum Laden der Speicher und führt automatisch einen SoC-Ausgleich (State of Charge) zwischen den eingebundenen Batterien durch.
Welche Batteriekapazitäten werden im MDC-Verbund maximal unterstützt?
Ein MDC-Systemverbund kann maximal drei Wechselrichter mit jeweils einer angeschlossenen Batterie umfassen – bestehend aus einem MDC-Host und zwei MDC-Clients. Damit mehr als eine Batterie im Verbund betrieben werden kann, muss auf dem MDC-Host-Wechselrichter die kostenpflichtige Produkterweiterung „Batteriensteuerung mit MDC“ aktiviert sein; ohne diese Erweiterung ist der Betrieb auf nur eine Batterie am MDC-Host beschränkt. Dabei gilt die Regel, dass die Batterie mit der größten nutzbaren Kapazität zwingend am MDC-Host angeschlossen werden muss. Das System unterstützt auch unterschiedliche Speicherkapazitäten, indem der Host die Lade- und Entladeleistung dynamisch anpasst, um den Ladestand (SoC) aller Batterien im Verbund auszugleichen.
Was kostet die Produkterweiterung für die Batteriesteuerung mit MDC?
- Die Batteriesteuerung mit MDC ist eine kostenpflichtige Produkterweiterung und kann für einen KOSTAL PLENTICOIN erworben werden.
- Sie muss auf dem MDC-Host-Wechselrichter erworben und aktiviert werden, wenn mehr als eine Batterie (maximal drei) im MDC-Systemverbund genutzt werden soll.
- Ohne diese Erweiterung kann nur am MDC-Host-Wechselrichter eine Batterie angeschlossen und gesteuert werden.
Wie erfolgt die Verkabelung und Einrichtung mehrerer KOSTAL-Wechselrichter mit Multi Device Control?
Eine ausführliche mehrsprachige Installationsanleitung finden Sie hier.

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Hanferstr. 6
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E-Mail: info-solar@kostal.com
Web: www.kostal-solar-electric.com
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Sicherheitshinweise:
1. Installation durch Fachpersonal: Die Installation sollte ausschließlich von qualifiziertem und autorisiertem Fachpersonal durchgeführt werden.2. Tragen von Schutzausrüstung: Verwenden Sie bei der Handhabung von PV-Modulen geeignete Schutzausrüstung wie Handschuhe und Schutzbrille.
3. Die Komponenten müssen im Rahmen der in ihren Datenblättern aufgeführten technischen Spezifikationen arbeiten.
4. Verwenden Sie nur vom Hersteller vorgesehenes Zubehör.
5. Installieren Sie Komponenten nicht, wenn sie physisch beschädigt oder mit beschädigten oder minderwertigen Kabeln oder Steckern versehen wurden.
6. Kein Arbeiten unter Spannung: Führen Sie Montage- oder Wartungsarbeiten nur bei spannungsfreiem System durch.
7. Legen Sie keine externe Spannungsquelle an ein Modul oder einen String mit den Komponenten an.
8. Schutz vor äußeren Einflüssen: Installieren Sie Schutzrohre und Kabel so, dass sie vor UV-Strahlung, Nagetieren und mechanischer Beschädigung geschützt sind.
9. Schutz vor Feuchtigkeit und Schmutz: Lagern und installieren Sie Zubehör an trockenen und sauberen Orten, um Schäden durch Feuchtigkeit oder Verunreinigungen zu vermeiden.
10. Regelmäßige Überprüfung: Inspektionen und Wartungen sollten regelmäßig erfolgen, um mögliche Schäden oder Alterungserscheinungen frühzeitig zu erkennen.